Workshop 1
Entsorgungspraxis nach der EBV
(Verwertungsquote zwischen Wunsch und Wirklichkeit ...)
Moderation:
Nannina Schulz
Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz
Referate:
Dr. Bettina Plath
Zech Umwelt GmbH
Amelie Hagen
Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Kurzbeschreibung:
Drei Jahre ErsatzbaustoffV – der Praxis-Check“
Das Thema „Entsorgung von mineralischen Abfällen“ ist seit 2021 ein fester Ankerpunkt des Altlastentages. Nach fast drei Jahren praktischer Anwendung im „Feld“ – und angesichts zahlreicher Fragen zur Auslegung und Umsetzung der Ersatzbaustoffverordnung – bietet sich erneut die Gelegenheit, die Diskussion anhand von Praxisbeispielen zwischen den verschiedenen Akteuren (Vollzugsbehörden, Betreibern von Aufbereitungsanlagen, Ingenieurbüros sowie Überwachungs- und Untersuchungsstellen) zu vertiefen. Ziel ist es, die Erfahrungen aus der Anwendung zusammenzuführen und den Dialog zwischen den Beteiligten weiter zu stärken.
Damit der Workshop aktiv von den Teilnehmenden mitgestaltet werden kann, wird es nach erfolgter Anmeldung eine Abfrage an die Teilnehmenden geben, mit der diese ihre Fragen und Probleme in Bezug auf die ErsatzbaustoffV mitteilen können. Diese Rückmeldungen sollen dann in den Workshop einfließen.
Workshop 2
PFAS - erkunden, bewerten, sanieren, entsorgen
Moderation:
Dr. Svenja Ludwig
Niedersächsisches Landesgesundheitsamt
Referate:
Dr. Annegret Biegel-Engler
Umweltbundesamt
Matthias Wieschemeyer
GTU Mobility GmbH & Co. KG
Kurzbeschreibung:
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) stellen aufgrund ihrer hohen Persistenz und Mobilität eine erhebliche Herausforderung für den Umwelt- und Gesundheitsschutz dar. Insbesondere die aktuellen und absehbaren Verschärfungen im Trinkwasserbereich führen zu neuen Anforderungen und Unsicherheiten im Vollzug der Altlastenbearbeitung.
Zu Beginn des Workshops werden die geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen vorgestellt. Dabei stehen aktuelle Grenzwerte sowie risikobasierte Bewertungsansätze im Fokus. Im weiteren Verlauf wird das Thema der Sanierung PFAS-belasteter Standorte behandelt, wobei praxisnahe Beispiele genutzt werden, um technische und konzeptionelle Lösungsansätze zu diskutieren.
Der Workshop vermittelt damit einen Überblick über die regulatorischen Entwicklungen und zeigt praxisorientierte Wege im Umgang mit PFAS im Kontext der Altlastenbearbeitung auf.
Workshop 3
Grundlagen der Altlastenbearbeitung
Moderation:
Maximilian Schleich
Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz
Referate: Christian Poggendorf
Verein für Umweltschutz e.V.
Nils Mauri
Landkreis Celle
Kurzbeschreibung:
Die Altlastenbearbeitung umfasst von der Historischen Recherche bis zur Umsetzung der Sanierung und dem nachlaufenden Monitoring eine ganze Reihe von Arbeitsschritten, die alle auf den
Regelungen des Bodenschutzrechtes aufbauen, dabei aber auch andere Rechtsbereiche berühren (Wasserrecht, Immissionsschutzrecht usw.). Für diese Arbeitsschritte von der Formulierung des
Altlastenverdachtes, über die Erkundung und Gefährdungsabschätzung bis zur Sanierungsplanung und -überwachung gibt es jeweils spezifische Fragestellungen und in der Umsetzung zugehörige Methoden und
technische Vorgehensweisen. Im Workshop sollen diese rechtlichen Grundlagen genauso wie die jeweiligen Arbeitsschritte sowohl aus Verwaltungs- als auch aus Gutachtersicht praxisnah vorgestellt und
mit den Workshopteilnehmenden diskutiert werden. Es geht dabei weniger um fachliche Spezialfragen, sondern vor allem um Verständnis der Grundlagen und der üblichen Abläufe.
Der Workshop richtet sich daher vor allem an Berufsneulinge und Quereinsteiger, aber natürlich auch an sonstige Interessierte.
Workshop 4
Rechtsfragen bei der Sanierung und Entsorgung
Moderation:
Charlotte Goletz
Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz
Referate:
Dr. Matthias Peine
avocado rechtsanwälte
Dr. Holger Jacobj
Prof. Verstyl Rechtsanwälte
Kurzbeschreibung:
Bei der Sanierung von Altlasten können in der Praxis vielfältige Rechtsfragen auftreten. Im Workshop wird aufgezeigt, wie mit diesen umgegangen werden kann. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Abgrenzung zwischen Abfallrecht und Bodenschutzrecht und den daraus folgenden rechtlichen Konsequenzen für die Sanierungsplanung und -durchführung. Behandelt wird auch die für die Sanierung zentrale Frage der Störerauswahl und welche rechtlichen Maßstäbe hierbei anzulegen sind. Da die Sanierung häufig mit Entsorgungen nach Abfallrecht einhergeht, werden die abfallrechtlichen Verantwortlichkeiten der sanierungspflichtigen Auftraggeber und ihrer Auftragnehmer erörtert, einschließlich der Frage, unter welchen Voraussetzungen eine Verwertung zulässig und der Beseitigung vorzuziehen ist.
Die Inhalte werden anhand konkreter Praxisbeispiele in Kleingruppen erarbeitet und gemeinsam diskutiert, um den Transfer in den Arbeitsalltag zu erleichtern.
Workshop 5
Bodenkundliche Baubegleitung
Moderation:
Sonja Medwedski
Bundesverband Boden e.V.
Referate:
Wulf Grube
Landkreis Hildesheim
Helena Ziegenhagel
Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft
Kurzbeschreibung:
Die Bodenkundliche Baubegleitung gewinnt für Ingenieurbüros zunehmend an Bedeutung, da der vorsorgende Bodenschutz bei Bauvorhaben stärker in den Fokus rückt und regulatorische Anforderungen steigen. Gleichzeitig bestehen nicht selten enge Schnittstellen zur Altlastenbearbeitung bzw. beim Umgang mit belasteten Böden. Klare Abgrenzungen fehlen dabei jedoch häufig: Wo beginnt die Bodenkundliche Baubegleitung, wo endet sie, und was ist noch Bodenmanagement oder bereits Altlastenbearbeitung?
Der Workshop beleuchtet diese Graubereiche und zeigt praxisnah, wie sich Verantwortlichkeiten und fachliche Grenzen sinnvoll definieren und miteinander verzahnen lassen.
Die Teilnehmenden sind ausdrücklich eingeladen, eigene Erfahrungen und Praxisbeispiele einzubringen, um den Austausch zu bereichern und gemeinsam zu diskutieren.
Workshop 6
Praxisworkshop Bodenansprache und Bodenbewertung
Rererate:
Dr. Robin Stadtmann Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie
Referate:
Prof. Dr. Andreas Teichert
Ostfalia Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel
Fakultät Bau-Wasser-Boden
Campus Suderburg
INBW - Institut für Nachhaltige Bewässerung
und Wasserwirtschaft im ländlichen Raum
Johanna Kleinschnitker
HPC AG
Julius Strickling
HPC AG
Kurzbeschreibung:
Der Workshop widmet sich der Schnittstelle zwischen der Bodenkartierung im Gelände und der darauf basierenden Bewertung der Bodenfunktionen und -empfindlichkeiten. Für die Planung von Bauvorhaben und die Berücksichtigung der Belange des vorsorgenden Bodenschutzes sind diese Schritte von grundlegender Bedeutung. Sowohl für Behörden, die Kartierungen und Bewertungen einfordern und prüfen, als auch für die ausführenden Büros und Planer stellen sich bei diesem Schnittstellenthema Fragen zur Umsetzung. Um sich diesen Fragestellungen praxisnah zu nähern, werden Profilgruben geöffnet und mit den Teilnehmenden die Profile angesprochen. Anschließend erfolgt gemeinsam die beispielhafte Bewertung. In Kurzvorträgen soll anschließend an Beispielen aufgezeigt werden, wie diese Ergebnisse dann in Planungsunterlagen oder Konzepte einfließen.
Die Personenzahl ist aufgrund des Praxisanteils auf max. 25 begrenzt.
Workshop 7
Basisworkshop Erkundungsarbeiten, Probenahme, Arbeitsschutz
Moderation:
Lea Dreier
Mull und Partner Ingenieurgesellschaft mbH
Präsentationen:
Dr. Jens Gröger-Trampe
LBEG
Dr. Eugen Martac
Fugro
Bohrer statt Beamer! Die Feldarbeiten sowie die Probenahme der unterschiedlichen Umweltmedien sind die Grundpfeiler der Altlastenerkundung. Deshalb kann man nach der Premiere in 2025 auch in diesem Jahr wieder die Altlastenerkundung im Praxisworkshop hautnah miterleben. Nach einer theoretischen Einführung und einem kurzen Ausflug in rechtliche Grundlagen der Probenahme wird es praktischer. Vorgestellt wird u.a. die Herangehensweise an die Feldarbeiten von grundlegenden Fragestellungen bis zur praktischen Umsetzung. Mit dabei ist auch diesmal wieder schweres Gerät, um u.a. ein Kleinrammbohrung durchzuführen. Neben Bodenluft- und Grundwasserprobenahmen werden außerdem praktische Technologien vorgestellt.
Der Workshop richtet sich an alle, die mehr über die Altlastenerkundung in der Praxis erfahren wollen.