Einführungsreferat

 

„Grundwasserökologie - vom skurrilen Höhlenkrebs zur wasserwirtschaftlichen Anwendung“

 

Dr. Christian Griebler

Helmholtz-Zentrum München

Institut für Grundwasserökologie

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Workshop 1 

Rechtsfragen

 

 

Moderation: 

Prof. Dr. Andrea Versteyl

Fachanwältin für Verwaltungsrecht, avr – Andrea Versteyl Rechtsanwälte, Berlin

 

Referate:       

Prof hc. mult. Hans Walter Louis, Braunschweig

Ministerialrat i.R., Rechtsanwalt, LL.M. (University of California, Los Angeles)

 

Prof. Dr. Andrea Versteyl

Fachanwältin für Verwaltungsrecht, avr – Andrea Versteyl Rechtsanwälte, Berlin

 

Inhalte:

 

Beim Altlastentag 2017 wurde der Wunsch geäußert, das UIG detaillierter zu besprechen und offen gebliebene Fragen zu beantworten. Daher wird das Thema in diesem Jahr erneut aufgegriffen, mit dem Ziel, eine umfassende Klärung zu erreichen, insbesondere hinsichtlich der Rechte und Pflichten von Antragstellerinnen und Antragstellern sowie der angefragten Behörden und Institutionen. Im zweiten Teil des Workshops sollen aktuelle Entwicklungen bei der Gestaltung von öffentlich-rechtlichen Verträgen im Rahmen von Altlastensanierungen vorgestellt und Schwierigkeiten bei der Vertragsgestaltung aus Sicht der behördlichen Praxis diskutiert werden.

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Workshop 2

Informationsmanagement im Bodenschutz

            

 

Moderation

Meinfried Striegnitz

Universität Leuphana, Lüneburg

 

Referate:

Ralf Hiller

Landeshauptstadt Hannover - Fachbereich Umwelt und Stadtgrün

 

Anja Steininger 

Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie, Hannover

 

Inhalte:

Im Zusammenhang mit der Bearbeitung von schädlichen Bodenveränderungen wird eine Vielzahl von Daten generiert und auch auf eine umfassende Geodateninfrastruktur, z.B. des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie  (NIBIS-Kartenserver) zugegriffen. Größere Kommunen und Konzerne betreiben eigene Geoinformationsplattformen mit zumeist internem Charakter. Es ergibt sich die Frage, wieweit die jeweiligen Datenbanken kompatibel sind und welche Lösungsansätze beim Management von geologischen, hydraulischen und analytischen Daten zu verfolgen sind. In diesem Zusammenhang wird auch die langfristige Erhaltung von  Wissen in Projekten und dessen Verfüg- und Durchsuchbarkeit betrachtet.

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Workshop 3

Grundwasserkontamination erkannt – was nun?

 

 

Moderation:

Dieter Horchler

Niedersächsisches Landesamt für Bau und Liegenschaften (NLBL)

 

Referate:

Ingrid Foitzik

Stadt Osnabrück

 

Robert Dési

BWS GmbH, Hamburg

 

Inhalte:

Hat sich aus einer orientierenden Untersuchung (OU) der Verdacht einer schädlichen Bodenveränderung oder Altlast hinreichend bestätigt, ist eine Detailuntersuchung (DU) durchzuführen. Dieser Schritt, er dient der Abgrenzung der Kontamination und der umfassenderen Gefährdungsabschätzung, fällt in der Praxis gelegentlich etwas schmal aus, wenn z.B. aufgrund von Bauprojekten hoher Zeit- und Handlungsdruck besteht. Detail- und Sanierungsuntersuchung sind dann kaum noch abgrenzbar. Es besteht die Gefahr, dass in solchen Situationen Sanierungsmaßnahmen zu kurz greifen, aber „Fakten“ geschaffen sind.

Im Workshop werden Lösungsansätze diskutiert.

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Workshop 4 

In-situ-Sanierungsverfahren

 

 

Moderation:

Dr. Uwe Kallert

Nds. Ministerium für Umwelt, Bauen, Energie und Klimaschutz, Hannover

 

Referate:

Dr. Uwe Hiester

Reconsite GmbH, Fellbach

 

Uwe Dannwolf

RiskCom GmbH, Pforzheim

 

Inhalte:

In-situ-Sanierungsmaßnahmen werden zunehmend für die Quellensanierung in der ungesättigten wie auch gesättigten Bodenzone eingesetzt. Dieses besonders dann, wenn Aushubmaßnahmen unverhältnismäßig bzw. nicht durchführbar sind oder wenn es darum geht, die Sanierungsdauer erheblich zu verkürzen. Im Workshop werden Chancen und Risiken derartiger Verfahren diskutiert und Empfehlungen für die praktische Anwendung gegeben.

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Workshop 5

Abfallentsorgung

 

 

Moderation:

Dr. Heinz-Ulrich Bertram

Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, Hannover

 

Referate:

Axel Sudmann

Avacon Netz GmbH

 

Dr. Gregor Silvers

Max Wild GmbH, Berkheim

 

Inhalte:

Mit der Breitbandinitiative des Bundes werden in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen in die Verlegung von Erdkabeln erfolgen. Bei den hierbei in relevanten Trassenabschnitten eingesetzten Horizontalspülbohrverfahren fällt Bohrschlamm an, der im Regelfall nicht auf oder in der durchwurzelbaren Bodenschicht verwertet werden darf. Auch die im Leitungsbau entstehenden Kleinmengen aus Leitungsgräben und Kopflöchern stellen ein Entsorgungsproblem dar, das bereits anlässlich des Altlastentages 2017 diskutiert wurde. Im Workshop werden Problemlösungen aufgezeigt und mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutiert.

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Workshop 6

Die neue AwSV – Im Flächenrecycling anzuwenden?

 

 

 

Moderation:

Prof. Dr. Hans-Peter Lühr

HPL Umwelt-Consult GmbH, Berlin

 

Referate:
Jörg Schütte
NLWKN, Hannover-Hildesheim

 

Rainer Gösel
RST GmbH, Thale

 

Inhalte:
Am 01.08.2017 ist die neue Verordnung über Anlagen zum Umgang mit
wassergefährdenden Stoffen (AwSV) in Kraft getreten. Neu ist, dass künftig
feste Gemische, wozu beispielsweise mineralische Stoffe, wie Bodenaushub,
Bauschutt und Schlacken zählen, grundsätzlich als allgemein wassergefährdend
gelten, sofern der Betreiber diese Stoffe nicht abweichend von der
gesetzlichen Fiktion sie als nicht wassergefährdend eingestuft hat. Im Workshop
werden die Auswirkungen aus dieser Regelung auf die Bauwirtschaft
und damit auch das Flächenrecycling und die Altlastensanierung vorgestellt
und Abgrenzungen diskutiert.

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Workshop 7

Das Schutzgut Boden in der Planungspraxis

 

 

Moderation:
Nicole Engel
Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie, Hannover

 

Referate:

Dr. Henrik Helbig

Bundesverband Boden e.V., Bad Essen

 

Ulrich Herweg
Umweltamt Oberbergischer Kreis, Gummersbach

 

Inhalte:
Der Umgang mit dem Schutzgut Boden in der Planungspraxis ist nach wie
vor eine Herausforderung für den vorsorgenden Bodenschutz. Hierzu zählen
neben Fragen der fachgerechten Bewertung der von Planungsvorhaben
betroffenen Böden auch der Umgang mit vorhabenbedingten Bodenbeeinträchtigungen
sowie mit Maßnahmen zur Aufwertung und Wiederherstellung
von Bodenfunktionen. Im Workshop sollen diese Fragen aufgegriffen
und diskutiert werden. Anhand von Praxisbeispielen sollen Handlungsmöglichkeiten
für eine stärkere Berücksichtigung des Schutzguts Boden in Planungs-
und Zulassungsverfahren erarbeitet werden.

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